Carsharing Hamburg

Carsharing in Hamburg – Diese Anbieter sind auf dem Markt

Elbphilharmonie Hamburg mit Queen Mary 2
Elbphilharmonie Hamburg mit Queen Mary 2 Foto: mediaserver.hamburg.de / Jörg Modrow

Die Nachfrage nach Carsharing in Hamburg steigt wie in der gesamten Bundesrepublik immer weiter. Das ist kein großes Wunder, denn die Shared Economy, also das Teilen von Besitzgütern, setzt sich in unterschiedlichen Bereichen des Lebens durch. Viele Menschen wollen mobil sein, hin und wieder ein Auto benutzen.

Doch für sie lohnt es sich nicht, ein einiges Fahrzeug anzuschaffen. Da liegt es auf der Hand, die Dienste eines kommerziellen Anbieters in Anspruch zu nehmen. Zu Beginn des Jahres 2018 ist die Anzahl der Carsharing Kunden in Deutschland erstmals auf über zwei Millionen angewachsen. Nachfolgend soll das Carsharing in Hamburg in einem Vergleich der Anbieter dargestellt werden.

Carsharing Vergleich für Hamburg

Die Marktführer bieten große Flexibilität

Auch der deutsche Marktführer car2go ist in Hamburg vertreten. Der Anbieter wurde 2007 vom Automobilkonzern Daimler gegründet und hat in Deutschland eine Flotte, die rund 3900 Fahrzeuge mit Elektro- oder Verbrennungsmotor umfasst. Im Hamburger Geschäftsgebiet, das 102 Quadratmeter groß ist, sind etwa 800 Autos im Einsatz. Die Nutzung von car2go Fahrzeugen wird nach Minuten abgerechnet.

Für das kleinste in Hamburg erhältliche Fahrzeug, einen Smart fortwo, müssen 0,26 Euro pro Minuten gezahlt werden. Das geht bis zu einem Mercedes AMG CLA für 0,79 Euro pro Minute. Vor der ersten Nutzung des Dienstes müssen außerdem einmalig 9 Euro Anmeldegebühr gezahlt werden.

Carsharing in Hamburg mit car2go
Carsharing mit car2go in Hamburg Foto: car2go

Die Nutzung erfolgt über eine Smartphone-App. Auf einer Karte sind verfügbare Fahrzeuge eingezeichnet, die bis zu 20 Minuten vor der Fahrt reserviert werden können. Alle Fahrer, die ein Fahrzeug unterwegs nachtanken oder aufladen müssen, erhalten von car2go eine Gutschrift von 10 Freiminuten, sobald der Tankstand einen bestimmten Grenzwert unterschritten hat. Nach der Nutzung können die Fahrzeuge auf allen öffentlichen Parkplätzen innerhalb des Geschäftsgebiets abstellen.

Das Geschäftsgebiet von car2go in Hamburg erstreckt sich im Wesentlichen nördlich der Elbe zwischen Groß Flottbeck und Tonndorf. Im Norden reiht das Gebiet bis zum Flughafen. Aber auch in einzelnen Exklaven wie Blankenese, Harburg oder Norderstedt können die Fahrzeuge abgestellt werden.

Der Vorteil des kostenfreien Parkens gilt nicht nur für das Abstellen zur Übergabe eines Fahrzeugs, sondern auch, wenn es nur kurz geparkt wird, um wieder vom gleichen Nutzer verwendet zu werden. So wird der alltägliche Einkauf durch die Nutzung von Carsharing in Hamburg enorm erleichtert.

DriveNow in Hamburg

DriveNow heißt das flexible Carsharing-Angebot von BMW. Es wurde ursprünglich in Zusammenarbeit mit der Autovermietung Sixt gestartet. In Hamburg stehen den Nutzern 560 BMW- und Mini-Fahrzeuge zur Auswahl. Das Geschäftsgebiet von DriveNow in Hamburg ist im Kern ähnlich wie das von car2go. Bei DriveNow ist zwar die Anmeldung mit 29 Euro vergleichsweise teuer, dafür sind die Kosten für die Nutzung des Dienstes mit 0,33 Euro bis 0,36 Euro pro Minute günstiger als beim größten Konkurrenten.

Carsharing von DriveNow in Hamburg
DriveNow in Hamburg Foto: DriveNow

Außerdem bietet DriveNow in Hamburg und den anderen Städten zwischen 0:00 und 6:00 Uhr verschiedene Rabatte auf die regulären Tarife und auf optionale Zusatzangebote an. So ist es beispielsweise mit einem Aufpreis verbunden, wenn ein Fahrzeug länger als zehn Minuten vorab reserviert werden soll. Bis zur maximalen Zeit von acht Stunden kostet die Reservierung 0,10 Euro pro Minute. Diese Kosten entfallen zwischen Mitternacht und 6:00 Uhr.

Für regelmäßige Kunden bietet DriveNow in Hamburg besondere Pakete an, durch die die Nutzung günstiger wird. Als Prepaid-Paket ist ein Zeitkontingent von 500 Minuten erhältlich, die nach der Buchung stückweise „abgefahren“ werden können.

Die Spar-Pakete funktionieren ähnlich wie Abos: Auch sie beinhalten ein bestimmtes Zeitkontingent. Dieses ist 30 Tage lang gültig und verlängert sich danach automatisch um weitere 30 Tage, sofern es nicht gekündigt wurde. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Einzelhandelspartnern bietet DriveNow zudem sogenannte Erlebnis-Pakete an, die Rabatte auf die Einkäufe gewähren. Auch bei diesem Anbieter erleichtert das Carsharing in Hamburg ein wenig den Alltag.

Kleine Anbieter setzen auf punktuelle Stationen

Cambio in Hamburg

Unter den Plattformen ist cambio ein relativ kleiner Dienstleister. Er betreut in Hamburg derzeit Fahrzeuge an 57 Stationen. Beim Abrechnungsmodell unterscheidet sich cambio von den zuvor genannten Dienstleistern. Denn bei der Berechnung der Kosten wird nicht nur der Preis, sondern auch die zurückgelegte Strecke einbezogen. Im Basistarif kostet es zwischen 2,20 Euro und 7,20 Euro, ein Fahrzeug eine Stunde lang zu nutzen. Hinzukommen 0,24 Euro für jeden zurückgelegten Kilometer.

Auch cambio bietet Rabatte zu den Randzeiten an. Zwischen Mitternacht und 7:00 Uhr wird der Stundentarif für Fahrzeuge aller Kategorien auf 0,50 Euro gesenkt. Da es etwas komplizierter ist, die genauen Kosten zu bestimmen, bietet cambio auf seiner Homepage einen Preisrechner an, in den alle relevanten Daten eingegeben werden können.

Carsharing Station von Cambio
Carsharing Station von Cambio Foto: Ingo Wagner / cambio

Für die Anmeldung fallen bei diesem Dienstleister Kosten von 30 Euro an. Zusätzlich können zwei verschiedene Monatspakete gebucht werden. Sie kosten entweder 10 oder 25 Euro und verringern die Kosten, die für die zurückgelegte Distanz anfallen.

Im Vergleich zu den zuvor genannten Anbietern hat cambio einen entscheidenden Nachteil: Die Fahrzeuge können nicht an beliebigen Punkten eines definierten Gebiets aufgenommen und abgestellt werden, sondern nur an explizit ausgewiesenen Parkplätzen. Da es sich bei diesen Parkplätzen um angemietete Dauerparkplätze handelt, ist es zwingend erforderlich, sich an diese zu halten. Denn innerhalb dieser Parkhäuser haben auch andere Firmen oder Personen Plätze angemietet, die sie sonst nicht nutzen können.

Ubeeqo in Hamburg

Ubeeqo funktioniert ähnlich wie cambio: Es gibt feste Stationen, an denen Fahrzeuge bereitstehen und die Kalkulation der Kosten erfolgt anhand der zurückgelegten Strecke und der gebuchten Zeit. Ein wichtiger Unterschied ist allerdings, dass die Kilometer nicht einzeln abgerechnet werden, sondern es pro Buchung gestaffelte Preise gibt.

So ist in der Basisgebühr, die je nach verwendetem Auto zwischen 3 Euro und 4,50 Euro pro Stunde liegt, schon eine Freistrecke von 30 Kilometern enthalten. Am Wochenende liegen die Kosten bei 5,50 Euro bis 7 Euro pro Stunde. Die Staffelung geht mit 12 Euro für 100 Kilometer und 28 Euro für 200 Kilometer weiter. Wer mehr als 500 Kilometer zurücklegt, muss über die damit verbundenen Kosten von 65 Euro weitere 0,20 Euro pro gefahrenen Kilometer zahlen.

Auch Ubeeqo bietet eine Mitgliedschaft an, die mit monatlichen Kosten verbunden ist. Dieses Paket kostet 9 Euro im Monat, dafür können die Autos an allen Tagen zum gleichen Stundenpreis genutzt werden. Außerdem reduzieren sich die Kosten für eine Ganztagesnutzung. Der Anbieter betreut in Hamburg über 50 Stationen, an denen zum Teil mehrere Autos untergebracht sind. Die Anmeldegebühr beträgt 15 Euro.

Carsharing von Starcar

Share A Starcar ist ein kleines Unternehmen, das lediglich in Hamburg Fahrzeuge zum Ausleihen anbietet. An seinen 10 Stationen stehen ausschließlich Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Wer ein Auto ausleiht, zahlt 1,29 Euro pro Stunde und 0,29 Euro pro gefahrenen Kilometer. Das besondere an diesem Anbieter ist, dass er bei der Anmeldung zwar zunächst 9 Euro gezahlt werden müssen, dieser Betrag aber dem Kundenkonto gutgeschrieben und mit den Buchungen verrechnet wird.

Die Unterschiede liegen im Detail

Das Carsharing in Hamburg funktioniert bei allen Anbietern nach einem ähnlichen Prinzip. Zunächst muss sich der Kunde anmelden und dabei nachweisen, dass er einen gültigen Führerschein besitzt. Danach kann er sich per Smartphone-App auf die Suche nach Fahrzeugen machen und sie reservieren oder gleich nutzen. Neben den Tarifen für Privatkunden bieten die Dienstleister auch Tarife für Geschäftskunden an.

Welcher Anbieter der Richtige für den Nutzer ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Will der Kunde das Angebot nur einmalig nutzen oder ist es ein dauerhafter Ersatz für das eigene Auto? Wie oft und wie lange sollen die Autos gebucht und welche Strecken mit ihnen zurückgelegt werden? Ist man bereit, für zusätzliche Versicherungen zu zahlen und wie hoch ist der Eigenanteil bei einem Unfall? Soll mit dem Fahrzeug das Geschäftsgebiet und möglicherweise sogar die Bundesrepublik verlassen werden? Sollen mehrere Personen das ausgeliehene Fahrzeug steuern dürfen?

Alle diese Fragen sollte man sich stellen, bevor man sich für einen Carsharing Dienst registriert. Denn sie bestimmen die Konditionen, zu denen die Autos genutzt werden können. Einige Anbieter bedienen gar nicht alle dieser Fragen und kommen deswegen möglicherweise gar nicht erst infrage.

Video Carsharing in Hamburg Eimsbüttel